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Die französische Revolution
07.10.2008, 07:58
Beitrag: #1
Icon17 Die französische Revolution
Die französische Revolution hat die Welt der damaligen Zeit völlig auf den Kopf gestellt. Da war in Geschichte ein Referat darüber gehalten haben, möchte ich es euch hier zum lesen zur Verfügung stellen sozusagen als Überblick (für Fehler darin hafte ich nicht :grinsSmile:

Zitat:Die Hauptursache waren die extremen Abstufungen zwischen den Ständen, die wir hier in einer Gesellschaftspyramide zusammengefasst haben
Noch ein Auslöser war die finanzielle Lage, da die königliche Familie ihre Verschwendungssucht auslebte.

Man hat den Verlauf der französischen Revolution in 3 Phasen gegliedert, die gemäßigte bürgerliche Phase, die radikale Phase und die gemäßigte Phase.

Die gemäßigte bürgerliche Phase begann, wie die französische Revolution, im Jahre 1789 und dauerte bis 1791. Der erste revolutionäre Vorgang wurde durch die Vertreter des Dritten Standes in den Generalständen gestartet. Sie haben sich am 9 Juli 1789 zur Verfassunggebenden Nationalversammlung erklärt, sie wurde durch den Ballhausschwur gebunden, und am 17. Juli zur Nationalversammlung. Hier taucht die erste In Fragestellung des Absolutismus auf. Dem König ist dieser Vorgang natürlich nicht entgangen und er sammelte Truppen um Paris und Versailles um die Versammlung aufzulösen. Hier trat das Volk das erste Mal auf und verteidigte die Abgeordneten. Am 14. Juli kam es dann zu dem wohl berühmtesten Vorgang der Revolution, dem Sturm auf die Bastille, hier stürmten Kleinbürger, Gesellen, Arbeiter, bürgerliche Milizsoldaten und reguläre Truppen die Bastille, das Gefängnis von Paris und somit ging die Macht auf das Bürgertum über. Dies äußerte sich auch so, dass die Bauern am Land sich von den Feudallasten befreiten und sich selbst verwalteten und es folgte eine Reihe von Gesetzen, zB:
- Abschaffung der Privilegien und der Ständegesellschaft
- Enteignung von Kirchengütern
- Zivilverfassung des Klerus
- Erklärung der Menschenrechte und die
- Verfassung von 1791


Am 5. Oktober 1789 marschieren die Pariser Marktfrauen nach Versailles um direkt beim König um Brot und die Senkung der Brotpreise einzufordern. Schließlich wird das Schloss gestürmt, die Königin kann sich gerade noch vor dem wütenden Volk in die Gemächer des Königs retten. Die Menge zwingt die königliche Familie mit nach Paris zu gehen, dort bezieht sie die Tuilerien.
Ein Jahr nach der Erstürmung der Bastille wird das „Förderationsfest“ auf dem Champ de Mars gefeiert, während dem der König sowie Vertreter aller Stände einen Treueeid auf die Nation leisten. Deswegen ist der 14. Juli heute der Nationalfeiertag der Franzosen, nicht wegen der Stürmung der Bastille.
Am 20. Juni 1791 flieht die königliche Familie in der Nacht aus den Tuilerien, da sie sich in Paris nicht mehr sicher fühlt. Das Ziel ist die Festung in Metz, hier will man mit Hilfe der ausländischen Nationen die Revolution niederschlagen. Die Flucht endet jedoch in Varennes, der König und seine Familie werden wieder zurück nach Paris gebracht.
Am 3. September wird die Verfassung von 1791 vorgelegt, die wir hier auf dieser Grafik sehen können. Diese wird in die drei Bereiche Exekutive: an dessen Spitze der König, die Legislative (die Gesetzgebende Nationalversammlung und die Judikative (das Hochgericht, das Berufungsgericht und die Gerichtshöfe) geteilt.
Zusätzlich kam noch das sogenannte Zensuswahlrecht, das jeden Mann über 25 Jahre, der ein bestimmtes Steueraufkommen hatte dazu berechtigte wählen zu gehen.
Kurze Zeit darauf schwört der König den Eid auf die Verfassung die damit gültig wird, Frankreich ist ab sofort eine konstitutionelle Monarchie.
Das am 1. August 1792 erschienene Manifest des Herzogs von Braunschweig löste in ganz Frankreich große Wut aus. Darin wurde mit Rache gedroht, sollte der königlichen Familie etwas geschehen.


Am 10. August 1792 stürmte das Volk daher mit Unterstützung der revolutionären Stadtregierung das Tuilerienschloss. Der König war mit seiner Familie gezwungen Schutz in der Nationalversammlung zu suchen. Währenddessen verteidigten die Schweizergarden sowie die Nationalgarden das Stadtschloss. Die Aufständischen konnten jedoch nach einigem Wiederstand das Schloss erstürmen und metzelten die treuen Gardisten nieder. Nachdem die Nationalversammlung von der Erstürmung gehört hatte, wurde der König vorläufig seines Amtes enthoben und man beschloss die Einberufung eines Konventes zur Verfassungsrevision durch Wahlrecht.
Die königliche Familie wurde kurze Zeit später im Temple, einem mittelalterlichen Turm inhaftiert. Durch dieses Ereignis ging die erste Phase der Revolution in die zweite, die radikale Phase über. Die Jakobiner kamen nun an die Macht.

Als im September die Royalisten vor Paris standen, brach eine Massenhysterie aus, da Gerüchte besagten dass die Gegner blutige Rache an den Revolutionären nehmen wollten. Vom 2. bis zum 6. September drangen die Menschen in die Gefängnisse ein und töteten die inhaftierten Revolutionsgegner, dann in ihrer blinden Wut die anderen Gefangenen. Insgesamt wurden zwischen 1100 und 1400 Menschen getötet, darunter auch Marie Therese de Lamballe, eine Freundin von Marie Antoinette, deren Kopf man auf einer Picke aufgespießt zum Temple trug um ihn der Königin zu zeigen.

In dieser Lage fanden die Wahlen bei nur 10 % Beteiligung statt. Am 21. September trat der neue Nationalkonvent zusammen. Einen Tag zuvor besiegte die französische Revolutionsarmee in Valmy die Truppen der österreichischen und preußischen anti-revolutionären Allianz. Die Monarchie wurde abgeschafft, der König hieß ab sofort Ludwig Capet. Nachdem die Republik gegründet war, wurde eine neue Zeitrechnung eingeführt, der 22. September 1792, war nun der erste Tag des republikanischen Jahres 1.
Als man im November in den Tuilerien belastendes Material gegen den abgesetzten König fand, wurde die weitere Vorgehensweise mit ihm und seiner Familie diskutiert. Schließlich wurde dem König wegen Hochverrates der Prozess gemacht. Am 21. Jänner 1793 wird der Bürger Louis Capet auf der Place de la Revolution enthauptet. Nachdem die ausländischen Mächte von der Hinrichtung erfahren, verbünden sich die europäischen Staaten und traten in den Krieg gegen Frankreich ein.

Im März begann der Aufstand von Vendée durch den weite Teile Frankreichs unter die Herrschaft der Gegenrevolutionären fielen. Am 10. März wurde das Revolutionstribunal gegründet, das über Revolutionsgegner und Verdächtige zu urteilen hatte, die Urteile konnten nicht angefochten werden. Für die Regierungsfunktionen wurde schließlich ein Wohlfahrtsausschuss gegründet, dessen Vorstand Danton wurde. Seine Richtlinie bei der Einrichtung des Revolutionstribunals lautete in Erinnerung an die Septembermorde: „Seien wir grausam damit das Volk es nicht zu sein braucht!“
Die Girondisten indes suchten die Auseinandersetzung mit den Sansculotten und setzen im Konvent eine rein girondistisch zusammengesetzte Kommission zur Kontrolle in Paris durch.
Kurze Zeit später wurden die Girondisten im Nationalkonvent von der Pariser Nationalgarde entmachtet. Mit dem Ausscheiden der Girondisten begann die „Jakobinerherrschaft“.
Unter der Führung von Robespierre wurde die Verfassung das Jahres I angenommen. Der Nationalkonvent weigerte sich jedoch die Verfassung in Kraft treten zu lassen und beschloss, die provisorische Regierung weiterhin beizubehalten.

Am 13. Juli 1793 wurde eine junge Adelige namens Charlotte Corday in das Badezimmer von Jean-Paul Marat, den Führer der Jakobiner, vorgelassen. Nach einem kurzen Gespräch stach sie ihm mit einem Küchenmesser mehrmals in Hals und Brust, Marat war sofort tot. Corday lies sich ohne Wiederstand festnehmen. Mit ihrer Tat wollte die Anhängerin der Girondisten das Blutregime der Jakobiner beenden. Sie überschätze jedoch den Einfluss von Marat, der durch das Attentat zum Helden und Märtyrer wurde. 4 Tage später wurde Charlotte Corday enthauptet, sie wurde durch ihre Tat ebenfalls Heldin und Märtyrerin jedoch der Konterrevolution.

Kurz drauf übernahm Robespierre den Vorstand des Wohlfahrtsausschusses. Aus der Demokratie wurde immer mehr eine brutale Diktatur, in Paris und anderen Städten regierten Angst und Terror, niemand war sich seines eigenen Lebens mehr sicher. Im August wurden in Saint Denis, der Grabstätte der Könige, die Gebeine aus den Grabmälern entfernt und in die Seine geworfen. Damit sagte man sich nun endgültig von allem königlichen los. Am 5. September bekannte sich die Regierung öffentlich zum Terror, täglich starben zwischen 30 und 80 Verurteilte auf der Guillotine, die Zahl stieg in einem Jahr auf etwa eine Million Todesopfer an. Im Oktober machte man nun auch der verhassten ehemaligen Königin, die seit Anfang August in der Conciergerie saß den Prozess. Obwohl man keine richtigen Beweise hatte, wurde sie am 16. Oktober wegen Hochverrates enthauptet.

Während des Terrors wurde auch der Kult des höchsten Wesens eingeführt, man „erfand“ einfach eine Religion in der Robespierre der oberste Priester war. 1794 wird die Trikolore zur Nationalflagge erkoren. Kurze Zeit drauf lässt Robespierre seine ehemaligen Verbündeten, unter ihnen Danton, enthaupten. Am 10. Juni beginnt der große Terror, das neue Gesetz erlaubt die Verhängung der Todesstrafe auf bloßen Verdacht hin. Der Große Terror wird jedoch am 27. Juli mit dem Thermidoraufstand beendet. Robespierre und seine Anhänger werden im Hôtel de Ville verhaftet und am nächsten Tag hingerichtet.

Mit dem Niedergang der Jakobiner übernahm nun das Volk selbst die Revolution: man ließ Gefangene frei, gab den eingezogenen Besitz zurück und die Religionsfreiheit wurde erlaubt. Eine neue Regierung sollte gegründet werden, das Direktorium. Bestehend aus fünf Mitgliedern welche durch den Rat der 500 gewählt werden sollten. Die Regierung selbst war jedoch den Anforderungen nicht gewachsen – innerhalb kürzester Zeit machte der Staat dreimal bankrott. Des Weiteren wurde die neue Regierung vom Volk verabscheut, da immer noch Figuren der letzten Jahre im Spiel waren. Das Volk rief nun wieder nach der Monarchie um endlich wieder Ordnung in Frankreich herzustellen. In dieser Situation kam ein junger General aus Korsika ins Spiel: Napoleon Bonaparte. Mit dem die Revolution schließlich endete.

Es soll nur als Einstieg zu diesem umfangreichen Thema dienen, für nähre Infos empfehle ich Wikipedia und das Netz im Allgemeinen Zwinker




„Juliette Récamier stellt den wahrsten Typ der Frau dar, so wie sie aus den Händen des Schöpfers kommt, um den Mann zu beglücken, begabt mit allen Tugenden, allen Reizen, aber auch den Inkonsequenzen und den Schwächen des Geschlechts…”
Mme de Boigne, Freundin der Mme Récamier
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07.10.2008, 08:00
Beitrag: #2
RE: Die französische Revolution
Schreckliche Erinnerungen an dieses Referat. Aber der Text ist trotzdem gut geworden *kompliment an uns alle*




"I wish that there would be more days of summer" Anastacia
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07.10.2008, 08:13
Beitrag: #3
RE: Die französische Revolution
Ja also wirklich super geschrieben Klatschen Wie lang hat das Referat denn gedauert? Das ist ja super ausführlich bzw beinhaltet ja zig Informationen da es so einen langen Zeitraum umfasst- da könnte man ja über jedes einzelne Erlebnis schon wieder ein Referat halten Zwinker Jedenfalls hatte es einen Sinn denn so eine Übersicht ist echt perfekt fürs Geschichtsforum!!! Klatschen




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07.10.2008, 08:17
Beitrag: #4
RE: Die französische Revolution
Danke! Das Referat wird wohl so um die 20 Minuten gedauert haben, dazu kommt dann noch ein Teil über Napoleon Zwinker
Ja das stimmt, es war nicht einfach alles so kurz und bündig zu machen und auch zu schauen dass man nicht verwirrt ist. Aber wir dürften das wohl gut hinbekommen haben Zwinker

Ja so eine Übersicht, gerade bei so einem umfangreichen Thema, ist gar nicht schlecht so kann man sich schnell über das wichtigste informieren.




„Juliette Récamier stellt den wahrsten Typ der Frau dar, so wie sie aus den Händen des Schöpfers kommt, um den Mann zu beglücken, begabt mit allen Tugenden, allen Reizen, aber auch den Inkonsequenzen und den Schwächen des Geschlechts…”
Mme de Boigne, Freundin der Mme Récamier
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07.10.2008, 08:17
Beitrag: #5
RE: Die französische Revolution
Vielen Dank, es war auch eine heiden Arbeit. Vor allem weil unser lieber Leher uns noch Napoleon dazu gegeben hat, da ja die Revolution so ein kleines Thema ist :D




"I wish that there would be more days of summer" Anastacia
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07.10.2008, 08:30
Beitrag: #6
RE: Die französische Revolution
Wirklich, also so ein kleines Thema, da geht Napoleon schon auch noch, ist ja auch nur ein winziges Kapitel Lachen
Wenigstens sehr interessant für uns hier im Forum Grinsen Toll dass ihr euch die Mühe gemacht habt!
Dürfen wir den Napoleon-Teil auch lesen (was vor allem Moi freuen dürfteZwinker)?




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07.10.2008, 08:54
Beitrag: #7
RE: Die französische Revolution
Princesse schrieb:(was vor allem Moi freuen dürfteZwinker)?

Grinsen

ja, wirklich sehr intressant, muss ich schon sagen Smile

über napoleon weiss ich glaub ich so ziemlich alles, ich hab schon so viele bücher gelesen... und er war ja auch mein spezialgebiet bei der französisch matura Smile und dann noch meine kernfrage in gschichte. die haben wir uns ja selber eingeteilt. und ich hab die sogar zur matura kriegt, soviel glück muss man mal haben Kichern
die kernfrage könnt ich ja mal suchen und hier reinstellen. hmm. mal schauen ^^




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10.12.2008, 13:51
Beitrag: #8
RE: Die französische Revolution
Ein genialer Artikel über die Revolution, der jedoch nicht ernst zu nehmen ist. Allerdings fand ich ihn so lustig dass ich ihn euch nicht vorenthalten möchte Grinsen

http://www.stupidedia.org/stupi/Franz%C3...Revolution




„Juliette Récamier stellt den wahrsten Typ der Frau dar, so wie sie aus den Händen des Schöpfers kommt, um den Mann zu beglücken, begabt mit allen Tugenden, allen Reizen, aber auch den Inkonsequenzen und den Schwächen des Geschlechts…”
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10.12.2008, 14:37
Beitrag: #9
RE: Die französische Revolution
Petit Trianon schrieb:Ein genialer Artikel über die Revolution, der jedoch nicht ernst zu nehmen ist. Allerdings fand ich ihn so lustig dass ich ihn euch nicht vorenthalten möchte Grinsen

http://www.stupidedia.org/stupi/Franz%C3...Revolution

naja, aber der artikel macht ja wenigstens noch sinn, nicht so der über napoleon:

http://www.stupidedia.org/stupi/Napoleon

der ist einfach nur schwachsinnig Happy




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10.12.2008, 14:43
Beitrag: #10
RE: Die französische Revolution
Göttlich

Lachen Lachen Lachen

Für den Revolutiosartikel muss man sich irgendwie schon ziemlich gut auskennen, damit man so einen satirischen Artikel schreiben kann. Klasse Kichern

Beim Napoleon ist der Artikel wirklich Trash Zwinker




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